| ...статията коментира публикувани емпирични изследвания на учени от Харвард, доказали с конкретни данни за 63 държави (за периода от 1972 до 2000 г.) една теза на Пол Кругман от 80-те години за предимствата от разумната икономическа политики, както и за ползите за обществото; ...полезно и съдържателно четиво и заради дискусиите в този форум относно държавната намеса ("по-малко държава, по-добре", св. Манрико Черпаклийски), климатичните промени, ВЕИ и тяхното налагане, митата и протекционизма, данъчните облекчения и други такива нещица - добре забравени, незаслужено отречени, ... и пак да не искате превод - ползвайте чичко Г. На края на статията накратко се посочва и критика от страна на оксфордски учени, особено по отношение на измерването на производителността в посочените по-горе 63 държави и съответната интерпретация; Не на последно място мат'ряла би бил полезен и за разбиране и прилагане на клъстеризацията и ентелектуализацията на обществото, заявени наскоро от съпруга на г-жа Плевнелиева... Wie gute Wirtschaftspolitik funktioniert Von: Olaf Storbeck 12.06.2012 - 18:10 Uhr Liberalen Ökonomen ist sie ein einziger Graus: staatliche Industriepolitik, bei der eine Regierung einzelne Branchen oder gar Unternehmen gezielt fördert, gilt vielen Volkswirten als pure Geldverschwendung. "Der Staat kann nicht wissen, wo die künftigen Wachstumsfelder sind", fasst der Kölner Ökonomie-Professor Jürgen B. Donges das zentrale Gegenargument zusammen. "Industriepolitik", so Donges, "ist eine Geschichte von Fehlschlägen." Gerät dieser jahrelang etablierte Konsens jetzt ins Wanken? Neue Studien von US-Ökonomen kommen zu dem Schluss, dass Industriepolitik sehr wohl funktionieren kann - wenn man sie denn richtig macht. "Wir sollten nicht mehr darüber diskutieren, ob der Staat Industriepolitik machen soll oder nicht", schreibt ein fünfköpfiges Forscherteam um den Harvard-Professor Philippe Aghion, einen der weltweit führenden Wachstumsforscher. "Die entscheidende Frage sollte sein, wie solche Politiken aussehen sollten und wie man sie am besten umsetzt." Politisch relevant sind die Ergebnisse unter anderem für die Debatte um die Förderung erneuerbarer Energien - ein Beispiel, das die Forscher explizit ansprechen. "Das steigende Bewusstsein, dass sich der Klimawandel ohne staatliche Förderung für umweltfreundliche Technologien stark verschärfen wird, ist ein Grund, warum wir uns das Thema neu vorgenommen haben." Ein weiteres Indiz dafür, dass vorübergehende staatliche Protektion für bestimmte Branchen nicht per se schlecht sein muss, liefert Aghions Fakultätskollege Nathan Nunn am Beispiel von Zöllen. Gemeinsam mit seinem Co-Autor Daniel Trefler von der Universität Toronto kommt Nunn zu dem Schluss: Zölle, die junge, aufstrebende Branchen vorübergehend vor ausländischer Konkurrenz schützen, können unter bestimmten Umständen den wirtschaftlichen Wohlstand eines Landes erhöhen. Anhand von Daten aus 63 Entwicklungs- und Industriestaaten für die Jahre 1972 bis 2000 stellten Nunn und Trefler fest: Länder, die wissensintensive Branchen eine Zeit lang vor ausländischer Konkurrenz abschirmen, haben ein spürbar höheres langfristiges Wirtschaftswachstum als andere. Diese These hatte der Ökonomie-Nobelpreisträger Paul Krugman in den achtziger Jahren bereits aufgrund eines theoretischen Modells aufgestellt. Nunn und Trefler liefern jetzt empirische Belege dafür. Industriepolitik wettbewerbsfreundlich machen All das ist allerdings kein Blankoscheck für ungehemmte staatliche Interventionen. Denn die Förderpolitik funktioniere nur dann, wenn sie sich den privaten Markt und den Wettbewerb zwischen Firmen zunutze macht, stellen Aghion und Co. fest: Je härter die geförderten Unternehmen miteinander konkurrieren, desto höher ist der Wirkungsgrad der Industriepolitik. "Es besteht ein Wechselspiel zwischen dem Wettbewerb auf dem Gütermarkt und einer Wirtschaftsförderpolitik, die Innovationen und Wachstum stärken will", betonen die Ökonomen. Sie untermauern ihre These nicht nur mit einem theoretischen Modell, sondern auch mit einer empirischen Analyse am Beispiel Chinas. Dafür nutzten sie Daten aus einer jährlichen Umfrage der chinesischen Statistikbehörde unter den Industrie-Unternehmen des Riesenreichs. Für jede Firma kennen die Forscher wichtige Kennzahlen wie Umsatz, Exporte und Investitionen sowie die Zahl der Beschäftigten - sie können daher die Produktivitätsentwicklung über einen Zeitraum von zehn Jahren nachvollziehen. Die Ökonomen analysieren die Wirkung von Zöllen sowie von direkten Subventionen und Steuervergünstigungen auf die Produktivität der einzelnen Firmen. Die Wirkung steht und fällt damit, wie hart der Wettbewerb in der geförderten Branche ist. Nur wenn intensive Konkurrenz zwischen den Firmen herrschte, beflügelte die Förderung das Produktivitätswachstum. Viel hänge zudem davon ab, dass die Hilfen wettbewerbsfreundlich vergeben werden - also dass nicht nur ausgewählte, sondern alle Unternehmen in ihren Genuss kommen. "Es kommt darauf an, die Industriepolitik wettbewerbsfreundlich zu machen", lautet das Fazit. "Dann kann sie einen nennenswerten Beitrag zur Wachstums- und Innovationsperformance leisten." Kollegen von Aghion sehen die Studie allerdings nicht unkritisch. "Das theoretische Modell ist sehr klar und elegant", sagt der Oxford-Ökonom Clemens Fuest, "aber der empirische Teil der Arbeit überzeugt mich nicht vollständig." Für problematisch hält Fuest, wie die Harvard-Forscher die Steuervergünstigungen und die Produktivität messen. "Die Studie ist interessant, aber ich habe Zweifel, ob der empirische Teil wirklich hält, was er verspricht", sagt Fuest. |