Потребител:
Парола:
Регистрация | Забравена парола
Запомни моята идентификация
...из мрежата - Janet Radcliffe Richards - всеки човек има право да продаде бъбрека си (да търгува с органите си)...
Отиди на страница:
Добави мнение   Мнения:113 Страница 1 от 6 1 2 3 Следваща »
проф. дървингов
17 Май 2018 17:24
Мнения: 14,308
От: Bulgaria
...получих долното в електронната си поща, отврати ме, дълго се колебах, но реших да го пусна, да видим ... Натисни тук
Дамата е англичанка, на 73 години, вдовица, перподава в Оксфорд, съпругът и Derek Parfit, е известен философ, покойник. Феминистка, издала трудове, свързани с философията на морала и феминизма като „Die skeptische Feministin“ (1980), „Philosophische Probleme der Gleichheit“ (1995), „Die menschliche Natur nach Darwin“ (2000) und „Die Ethik der Transplantationen: Warum sorglose Gedanken Leben kosten“ (2012).

Въпреки, че търговията с човешки органи е забранена в повечето държави, дамата пледира, че органите са стока като всичско останало ... с цел да се спаси човешки живот ... не знам дали това е полет на мисълта, оригиналничене, свободия или нещо друго ... Показателен е краят на интервюто - Lieber möglichst gut leben als möglichst lange? - ... да се живее възможно по-добре отколкото възможно по-дълго ... не знам...

Извинявайте, че текстът е на немски език.

GEO
»Jeder Mensch hat das Recht, eine Niere zu verkaufen«

Interview: Nataly Bleuel,
Organhandel ist weitestgehend verboten. Die Philosophin Janet Radcliffe Richards aber plädiert dafür, Körperteile wie Waren zu behandeln – um Menschenleben zu retten

Janet Radcliffe Richards ist gedanken­scharf und unnachgiebig in ihrer Argumentation. Das Interview entwickelte sich schnell zu einem Streit­gespräch über große Fragen

GEO: Frau Radcliffe Richards, Sie sagen, es sollte Menschen nicht verboten sein, eine ihrer Nieren zu verkaufen. Wie kommen Sie auf diese provokante Idee?

JANET RADCLIFFE RICHARDS: Manche Menschen brauchen dringend ein Organ – und manche wollen raus aus ihrer Not, indem sie eine ihrer Nieren verkaufen. Anstatt ihnen zu helfen, haben wir den Organverkauf verboten. Damit schaden wir beiden Seiten. Und zwar aufgrund von unüberlegten, konfusen und falschen Argumenten. Das kostet Menschenleben.

Der Organhandel ist mittlerweile fast überall auf der Welt verboten.

Das war eine überstürzte emotionale Entscheidung ohne Sinn und Verstand. Sie kam zustande, weil die Medizin rasante Fortschritte macht und jetzt in der Lage ist, Dinge zu tun, die in der Menschheitsgeschichte völlig neu sind.

Ärzte können nicht nur Nieren von Lebenden verpflanzen, sondern auch Organe und Gewebe von Toten, und sie können den Körper am Leben erhalten, obwohl das Hirn tot ist, damit man die Einzelteile weiterverwenden kann.

Und da kommen wir offenkundig mit unseren Gefühlen, unserem Denken, unserer Ethik und unserem Recht nicht mit. Wir benötigen dringend eine rationalere Auseinandersetzung mit dem medizinisch Machbaren. Lassen Sie uns daher auch bitte nicht von „Organspenden“ reden, sondern nüchterner vonOrganbeschaffung. „Spende“ suggeriert, einzig geschenkte Organe seien legitim, und das halte ich für falsch. Genauso wie immer von „Organhandel“ zu sprechen. Ich bin total dagegen, dass man auf irgendeinem Markt mit der Not und den Organen von Menschen Gewinn macht. Ich bin nur gegen Prohibition!

Was ist gegen das Verbot von Organverkäufen einzuwenden?

Es ist falsch, etwas zu verbieten, nur weil es einem irgendwie gegen den Strich geht. Man macht ja auch nicht einen Slum mit Bulldozern platt, nur weil man Armut schrecklich findet: passt uns nicht, fühlt sich schlecht an, Augen zu und weg damit. Solch eine Haltung macht das Schlechte nicht besser. Sie ist überheblich, bevormundend und gefährlich – und man fügt mit ihr Menschen Schaden zu.

Haben Sie ein Beispiel?

Ja, etwa der Fall jenes türkischen Vaters, der 1987 nach London kam, um eine seiner Nieren zu verkaufen, weil er mit dem Erlös die Behandlung seiner an Leukämie erkrankten Tochter bezahlen wollte. Ein Aufschrei ging damals durch die Öffentlichkeit, diese geplante Operation war der Auslöser für das weltweite Verbot des Organverkaufs. Die Konservativen wollten verhindern, dass der Vater das verkauft, was ihm gehörte. Die Linken wollten diesen armen Mann davon abhalten, sein Leben zu verbessern. Die Liberalen meinten, den Tauschhandel zwischen freien Menschen unterbinden zu müssen. Alle argumentierten hier diametral gegen ihre Grundprinzipien, und es war ihnen nicht einmal bewusst. Totale Konfusion!

Hätte der Mann seinem Kind eine Niere gespendet, wäre das begrüßt worden. Doch den altruistischen Akt zugunsten seiner sterbenskranken Tochter, verbunden mit einer angemessenen Bezahlung, haben wir verhindert. Ich sage es noch mal: Durch unsere unbedachte Logik schaden und töten wir sogar Menschen.

Aber wir Reichen können uns doch nicht ­einfach die Organe der Armen aneignen, damit beuten wir sie aus. Armut macht unfrei. Sie setzt Menschen unter Druck. Sie haben kaum Chancen, kaum Wahlmöglichkeiten und oft zu wenig Bildung. Sie können deshalb die Folgen ihrer Entscheidungen nicht ermessen. Genau diese Unfreiheit und Abhängigkeit nutzen wir aus. Das ist strukturelle Gewalt!

Nun haben Sie sehr schön all die unüberlegten Argumente in einen Topf geworfen, die immer reflexartig kommen, und ich drösele sie jetzt nach und nach auf. Argument eins: Das ist Ausbeutung. Ausbeutung ist, wenn eine Person einer anderen, die in einer schwächeren Position ist, etwas Schlechtes antut, richtig?
<b>Jeder Mensch auf der Welt sollte ein »Kontrollrecht« über seinen Körper haben, postuliert Radcliffe Richards. Sodass er selbst entscheiden kann, ein Organ zu verkaufen oder zu</b> ­­spen­den – <b>oder weder das eine noch das andere zu tun</b>

Jeder Mensch auf der Welt sollte ein »Kontrollrecht« über seinen Körper haben, postuliert Radcliffe Richards. Sodass er selbst entscheiden kann, ein Organ zu verkaufen oder zu ­­spen­den – oder weder das eine noch das andere zu tun

Ja.

Okay, und jetzt bestrafen wir den Ausbeuter, indem wir die gesamte Transaktion verbieten. Weil sie den Ausgebeuteten übervorteilt. Mit einem solchen Verbot schaden wir aber auch dem Schwächeren. Denn er hat dadurch auch keine Gelegenheit mehr, anhand dieser Transaktion Geld zu verdienen. So nehmen wir ihm infolge des Verbots eine Handlungsoption. Wie aber verbessern wir die Situation des Schwächeren?

Indem wir die Armut abschaffen, die ­Ungerechtigkeit und die strukturelle Gewalt.

Das wollen wir alle. Aber wir werden die Ungleichheit auf der Welt nicht abschaffen, indem wir einem Schwachen verbieten, seine Niere oder andere Organe zu verkaufen. Das Gegenteil ist der Fall: Dessen Situation verbessert sich, wenn wir ihm den Verkauf erlauben und „die Ausbeuter“ dazu bringen, ihn besser zu bezahlen. Auf dem Schwarzmarkt bekommt die indische Mutter, die ihre Niere verkauft, den geringsten Anteil. Der moralisch aufgeladene Begriff „Ausbeutung“ wird nur verwendet, um etwas zu bezeichnen, wofür man keine hinreichende Begründung hat.

Und was ist mit meinem zweiten Argument: Armut macht unfrei?

Unter Freiheit verstehen wir unter anderem, dass ein unabhängiges Individuum die Freiheit der Wahl hat. Wenn man arm ist, unterliegt man aber Zwängen. Man hat nicht den gleichen Handlungsspielraum wie ein Reicher. Doch statt dem Armen diesen zuzugestehen, schränken wir ihn durch das Verbot noch weiter ein. Weil er doch so unfrei ist. Das ist absurd! Wenn man ihre Situation verbessern will, muss man armen Menschen mehr Alternativen geben und nicht weniger.

Aber diese Menschen werden meist nicht ausreichend informiert über die medizinischen Risiken und Folgen ihrer Entscheidungen.

Die Armen sind also, Ihr drittes Argument, nicht befähigt, Entscheidungen zu treffen? Dann müsste man den Großteil aller Menschen, wenn es um Medizin geht, für nicht zurechnungsfähig erklären. Die wenigsten von uns wissen, wie ­Ärzte wirklich arbeiten, was bei einer Transplantation, bei einer Eizellspende geschieht, wie man Hirntod definiert. Man kann nicht die gesamte ­Gruppe der Armen für inkompetent erklären; man muss jeden Menschen stets im Einzelfall aufklären. Dieses Argument ist besonders verlogen. Denn manchmal beliebt es uns, die Armen für voll zurechnungsfähig zu halten – beispielsweise wenn sie ein Organ spenden. Das geht, das dürfen sie! Aber Sie lassen außen vor, dass ein Arzt ­seinem Patienten nicht schaden darf, das ­besagt schon der hippokratische Eid.

Armen, die ihre Nieren hergeben in der ­Hoffnung auf ein Dach überm Kopf, wird aber häufig Schaden zugefügt. Denn die (Nach-) Behandlungen in indischen, pakistanischen, ägyptischen oder moldawischen Kliniken sind oft schlecht oder gar nicht existent. Gefragt, bereuen nicht wenige ihre Entscheidung.

Die Organspende ist mittlerweile so sicher, dass Ärzte sogar dazu ermutigen. Geschadet wird diesen Menschen primär durch das Organhandelsverbot und den daraus folgenden hundsgemeinen Schwarzmarkt. Der bedingt dann auch eine nachlässige medizinische Behandlung. Über die regen wir uns aber lange nicht so auf, wenn jemand eine Niere spendet.

Wie könnte man die Behandlung verbessern?

Man könnte die angemessene Behandlung von Menschen, die ihre Organe hergeben oder verkaufen wollen, organisieren. Dazu müssten Juristen und Politiker rechtliche Regelungen erarbeiten. Beispielsweise könnte man staatlich kontrollierte Agenturen damit beauftragen, die Geber aufzuklären, medizinisch zu betreuen und angemessen zu bezahlen.

In Indien und Pakistan gibt es ganze Dörfer, in denen Menschen eine ihrer Nieren verkauft haben. Haben Sie die mal gesehen, mit Narben quer überm Leib? Wie Stigmata. Mich, als Angehörige der Seite, die zu dieser sichtbaren Ungerechtigkeit mit beiträgt, beschämt das.

Das empfinde ich genauso, und selbstverständlich muss man die Gefühle der Menschen bei der Entwicklung einer rationalen Ethik und der daraus folgenden juristischen Regeln berücksichtigen. Aber es gibt noch nicht einmal objektive Studien darüber, wie Menschen einen Organverkauf beurteilen, der unter anständigen Umständen verläuft. Und noch mal zum hippokratischen Eid: Der ist doch überholt!

»Nicht die Organspende schadet den Menschen, sondern ihr Verbot«

Wie bitte?

Er wurde vor 2400 Jahren verfasst, und darin heißt es unter anderem, dass man seinen Lebensunterhalt mit seinem Lehrmeister zu teilen hat, dass man keine Blasensteine operiert, weil Chirurgen keine Ärzte waren, und dass man Frauen Abtreibungsmittel verweigert. Später gab es dann eine Zeit, da hat man Frauen unter der Geburt die Anästhesie vorenthalten, weil der liebe Gott laut Bibel dem Weibe Schmerzen zufügen wolle. Das finden wir heute unfassbar. Was ich damit sagen will: Die Welt ändert sich und mit ihr die Werte. Wir aber haben unsere Ethik und unsere Regeln noch nicht dem Stand der Medizin angepasst, und darin liegt unser Problem.

Sie fordern einen grundsätzlichen Wertewandel?

Ich fordere eine öffentliche Debatte. Und ich schlage vor, darüber nachzudenken, ob wir den Körper und seine Teile auch de jure wie Waren behandeln wollen, über die jeder Einzelne verfügen kann wie über sein Eigentum. De facto empfinden wir ja so, dass unser Herz, unsere Niere, unser Bauch, unser ganzer Körper uns gehören. Jetzt können wir diese Einzelteile weiterverwerten – haben dafür jedoch keine hinreichende ethisch-juristische Grundlage. Aber viele starke Gefühle. Sie sind traditionell bedingt, denn früher war ein Eingriffin den Körper meist gleichbedeutend mit Folter und Tod.

Wir sollen unseren Körper wie ein Ding ­definieren?

Radcliffe Richards besitzt unzählige Lesebrillen, sie liegen verteilt auf Regalen und zwischen Büchern. Für dieses Foto hat die Philosophin ihre Lesehilfen auf einem Tisch versammelt

Es ist uns doch offenbar – ähnlich wie bei unserem Eigentum – wichtig, selbst darüber bestimmen zu können, was mit ihm geschieht. Ob er ganz bleiben soll. Oder ob Teile davon weiterverwertet werden dürfen.

Und ich kann dann auch sagen, zu wessen Gunsten? Und einen Gegenwert dafür ­erhalten, wenn ich ihn gern hätte?

Warum nicht?

Sie meinen, wir sollten eine Art Testament über unseren Körper machen und seine ­Organe behandeln wie das Haus, den Schmuck, die Bücher, die wir zu vererben haben? Meine ­Nieren verschenke ich nach Indien, das Herz ist für die Nachbarin, kostet aber, und solange ihr mich beatmet, dürft ihr in meinem Bauch ein fremdes Baby heranziehen, Cash geht an meine Kinder?

Oder aber Sie entscheiden: Wenn ich gehe, dann gehe ich ganz.

Das ist unmenschlich.

Warum? Im Alltag empfinden wir längst so. Nur unser überholtes Recht erlaubt es uns nicht.

Aber der Mensch ist kein Ding, das man ­besitzen oder über das man verfügen kann. Der Mensch ist mehr als seine Einzelteile, er hat Gefühle, ein Bewusstsein, er hat Energie, womöglich eine Seele. Er ist eine Ganzheit. Und die hat eine Würde. Immanuel Kant hat sie definiert als absoluten Selbstzweck. Anders als Dinge, die einen Gegenwert haben und daher als Waren auf einem Markt ­gehandelt werden können.

Ach, Kant. Er stellte den Menschen über alles andere. Und was ist mit den Tieren? Unsere Tierfabriken sind wie Sklavenmärkte, grauenerregend.

Eben! Wir verzwecken die Natur, die Lebewesen und uns selbst mit diesem utilitaristischen Denken. Der Mensch empfindet sich aber als Ganzheit. Psychosomatiker, die mit Transplantierten arbeiten, sagen, der Mensch habe intuitiv ein ganzheitliches Körpergefühl: Wenn mir ein Bein amputiert wird, leide ich an Phantomschmerzen. Wenn ich wie ein Brutkasten verwendet werde, kann ich eine Bindung zu dem Fötus entwickeln. Wenn ich eine Niere explantieren lasse, fehlt mir etwas. Der Mensch ist nicht Mittel zum Zweck.

Und darüber soll jeder selbst entscheiden können, und zwar auf der Grundlage von Regeln, die wir eben noch nicht präzise genug ausgearbeitet haben. Das heißt ja nicht, dass Sie persönlich nicht sagen könnten, meine Gefühle, mein Bewusstsein, meine Seele sind untrennbar mit meinem Körper verbunden, und deshalb soll er komplett bleiben. Es wäre eine Art Kontrollrecht.

Deshalb sollten wir in Deutschland zu ­Lebzeiten in einem Organspendeausweis ­vermerken, wie mit unseren Organen ­verfahren werden soll.

Von mir aus kann die Medizin, die Forschung, der Staat meinen Körper haben, wenn ich tot bin. Und andere sollen dem bei Lebzeiten widersprechen können, wenn sie möchten.

Eine Spende ist ein Geschenk. Und ein Geschenk ist mehr als der Wechsel des Besitzers. Darin steckt Nächstenliebe. Ist die Spende für Sie nichts Besonderes?

Natürlich ist sie das, aber die Gabe aus freiem Herzen schließt nicht aus, dass man für ein Organ in einem anderen Fall Geld bekommen kann. Seinen Schmuck kann man auch verschenken oder verkaufen.

Der Verkauf oder die Spende an eine ­bestimmte Person wäre höchst ungerecht. Es sollen jene ein Organ bekommen, die es am dringendsten benötigen, nicht die, die ich am sympathischsten finde. Der alte Nazi nebenan bekäme nicht mein Herz. Soll etwa jeder Einzelne über das Recht auf Leben bestimmen können?

Solange es einen Mangel an Organen – oder ­sagen wir provokant: an Gütern – gibt, ist die Vergabe immer ungerecht. Wer darf das Herz haben: der junge Mensch, der so angeschlagen ist, dass er damit nicht lange leben wird? Oder der alte, der damit aufgrund seiner Vorgeschichte eine sta­bilere Gesundheit hätte? Die arbeits­lose Mutter mit drei Kindern? Oder die, die mehr Unterstützung aus ihrem Umfeld erhält und dadurch bessere Lebensaussichten mit einem fremden Organ hat?

Sie haben dem Transplantationsthema viel Aufmerksamkeit gewidmet. Haben Sie mal ­gedacht, die Zeit, die Kraft und meinen ­Einfluss hätte ich auch ganz praktisch Armen vor Ort widmen können?

Provokante Thesen, an einem ungewöhnlichen »Schreibtisch« formuliert: die Philosophin in ihrem Oxforder Arbeits­zimmer

Ich widme mich praktischen moralischen ­Ideen, weil Gedanken das Leben von Menschen beeinflussen. Auch konfuse, die anderen schaden. Deswegen habe ich die Ethik der Transplantationen analysiert: Weil sie Auswirkungen hat auf den Alltag von Menschen. Nehmen wir den Mann, von dem ich bei einer Konferenz auf den Philippinen gehört habe. Er war um die 50 und lebte mit s ­ einer Familie in Manila, in einem Loch unter einem Haus. Es war so klein, dass man darin nicht ­stehen konnte. Er wollte einem Nachbarn seine Niere verkaufen, um seiner Familie ein besseres Heim bieten zu können. Und dann saßen da diese selbstgefälligen Chirurgen, die keine Niere und kein Geld brauchten und sagten: „Geht nicht, dürfen Sie nicht!“ Keinen blassen Dunst, was Armut für diese Menschen bedeutet – aber ihnen mit einem Federstrich verbieten, ihr L ­ eben zu verbessern. Das regt mich auf! Aber ich bemühe mich trotzdem, Emotionen und Intellekt auseinanderzuhalten.

»Solange es an Organen mangelt, wird die Vergabe immer ungerecht sein«

Gelingt Ihnen das auch in Ihrem eigenen ­Leben? Sie waren lange krank. Macht einen das sentimentaler?

Ich habe mich auch im Krankenhaus mal ganz nüchtern gefragt: Warum stecken wir so immens viel Geld, einen großen Teil unseres Gesundheitsetats, in die letzten Lebensmonate alter Menschen? Wäre dieses Geld nicht besser investiert, wenn man damit Wurmkrankheiten behandelte, unter denen Millionen von armen Kindern leiden?

Lieber möglichst gut leben als möglichst lange?

Wir fixieren uns zu sehr auf die Verlängerung des eigenen Lebens, statt uns um die Verbesserung der Lebensqualität vieler zu kümmern. Als analytische Philosophin wäge ich nüchtern Argumente und Alternativen ab, und deshalb hoffe ich auch, dass das Transplantations-Business bald ein Ende hat. Dass die Medizin Wege findet, ­Zellen zu rege­ne­rieren und auf diese Weise Organe zu ersetzen. Und dass eine Zeit kommen wird, in der man Transplantationen rückblickend als barbarisch empfinden wird.

Кайзер Созе
17 Май 2018 17:38
Мнения: 17,770
От: Palestinian Territory, Occupied
проф. дървингов
виж вещни права върху собственото тяло

Kak мислите професоре-търговията с кръв дали е много по-различна?
проф. дървингов
17 Май 2018 22:27
Мнения: 14,308
От: Bulgaria
Кайзере, търговията с кръв не е нещо по-различно (според мен), за хобиста-правист не знам.
Авторът на книгата (15 кинта) е юрист, англичанката е феминистка - моралист.
Mi_8_17
18 Май 2018 15:54
Мнения: 708
От: United States
Като учех за MBA, точно тази възможност (търговия с човешки бъбреци) ни я дадоха за пример защо даже в САЩ е нужна намеса на държавата в икономиката и регулиране на пазара. За да не можело, първо, беднякът да си продава бъбрека поради бедност, и, второ - богаташът пръв да се добира до бъбрек, защото може да плати повече. Противоречало на моралните норми. И други неща противоречали, но това минавало линията. Къде минавала линията - обществото някакси определяло, спонтанно, а законите го отразявали.
D4D5
18 Май 2018 16:10
Мнения: 7,438
От: Bulgaria
Като учех за MBA, точно тази възможност (търговия с човешки бъбреци) ни я дадоха за пример защо даже в САЩ е нужна намеса на държавата в икономиката и регулиране на пазара. За да не можело, първо, беднякът да си продава бъбрека поради бедност, и, второ - богаташът пръв да се добира до бъбрек, защото може да плати повече. Противоречало на моралните норми. И други неща противоречали, но това минавало линията. Къде минавала линията - обществото някакси определяло, спонтанно, а законите го отразявали.


Богатите пак първи се добират. На черно се продават и сърца, и очи, и кво ли не...

Mi_8_17
18 Май 2018 16:14
Мнения: 708
От: United States
 На черно се продават и сърца, и очи, и кво ли не... 
Може би по други краища на света.
D4D5
18 Май 2018 16:19
Мнения: 7,438
От: Bulgaria
Нищо подобно.

People, mostly from wealthy developed countries, seeking donor organs will pay upwards of $200,000 while the donors, mostly from poorer developing nations, themselves might if they are lucky receive less than $5,000 of that.[6] With vast sums available to be made for organ traffickers and with supply and demand driving the black market, organ trafficking becomes an extremely difficult problem to deal with.

What then is being done to help stop organ trafficking? In most countries buying or selling organs is illegal. In the United States the sale of organs was banned under the National Organ Transplant Act of 1984 (NOTA). Yet, since the act’s passage only one person has ever been prosecuted and convicted of organ trafficking. In 2011, Levy Izhak Rosenbaum, an Israeli citizen who lived in New York, admitted to brokering black market sales of kidneys to three Americans and making approximately $410,000 in the process.[7] Interestingly, none of the Americans who received the trafficked organs were prosecuted.[8] The sale of organs may be illegal but the United States has chosen to do very little to stop organ trafficking under its current laws.


https://www.law.utah.edu/organ-trafficking-more-than-just-a-myth/
Редактирано: 1 път. Последна промяна от: D4D5
D4D5
18 Май 2018 16:22
Мнения: 7,438
От: Bulgaria
Нали се сещаш, че повечето случаи ги няма описани никъде.
Mi_8_17
18 Май 2018 16:25
Мнения: 708
От: United States
Това имах предвид. Че продавачите са от други краища на света...
Но не знаех, че купувачите си стоят в САЩ. Мислех, че поне им се налага да отскочат до Бангладеш или Зимбабве.
Редактирано: 1 път. Последна промяна от: Mi_8_17
D4D5
18 Май 2018 16:28
Мнения: 7,438
От: Bulgaria
Тоест богатите пак се добират първи. Нали тва казах и горе, но ти възрази. У меката на робовладелството не било така.
Редактирано: 1 път. Последна промяна от: D4D5
Mi_8_17
18 Май 2018 16:33
Мнения: 708
От: United States
Все пак е против закона. И не всеки богат ще тръгне да купува от черния пазар. Нали после ще трябва да търси и хирург на черно. Най-вероятно - пак извън САЩ. Пак медицински туризъм.
D4D5
18 Май 2018 16:39
Мнения: 7,438
От: Bulgaria
Ми начи бедняци ги купуват. Щот по принцип бедняците са бъкани с пари.

Кво да кажа... представата ти е грешна. Или не ти се ще да видиш, че раят всъщност е ад.
Редактирано: 1 път. Последна промяна от: D4D5
Mi_8_17
18 Май 2018 16:54
Мнения: 708
От: United States
Или не ти се ще да видиш, че раят всъщност е ад.
Далeко идущие выводы.
проф. дървингов
18 Май 2018 17:22
Мнения: 14,308
От: Bulgaria
Противоречало на моралните норми. И други неща противоречали, но това минавало линията.
Не Ви разбирам, уважаемий, противоречи на американския закон или противоречи на американския морал. Възможно ли е да посочите на кой американски закон противоречи търговията със собствени органи? Англичанката обяснява друго.
Кайзер Созе
18 Май 2018 17:32
Мнения: 17,770
От: Palestinian Territory, Occupied
Едни казват че е аморално да си купиш роб,Било кофти,Други казват че не е -ако сам се е продал.Наричат го Кодекс на труда в България,
Тук разфасоват роба- едни казват че да дариш бъбрек на сина си е добре, други казват че къф е проблема да го продадеш?Било законна и морална облигационна сделка, щото имаш вещни права над тялото си,Пазар било всичко,На един му трябвало бъбрек и имал пари, друг нямал пари , но бъбреци цял чифт,Що да не търгува с резервните части? Нали може да дарява-а благотворителността нали също е бизнес?Да сте виждали беден професионален благотворител?Дори , предполагам, скоро ще стигнем да се даряват чужди бъбреци, след като някой богат благотворител ги купи в Пакистан,Или Делиормана
Mi_8_17
18 Май 2018 17:35
Мнения: 708
От: United States
Не Ви разбирам, уважаемий, противоречи на американския закон или противоречи на американския морал
 И на двете - ето:
Къде минавала линията - обществото някакси определяло, спонтанно, а законите го отразявали.
На кой закон? На поне eдин федерален и, вероятно, на множество щатски: Натисни тук
Редактирано: 1 път. Последна промяна от: Mi_8_17
Lillian
18 Май 2018 18:43
Мнения: 3,710
От: Bulgaria
Кайзер Созе
17 Май 2018 17:38
======
търговията с кръв дали е много по-различна?

не е различна
купувала съм многократно, периодично се случва да ми е необходима
преди това съм дарявала десетина пъти кръв, но сега когато ми е необходима, откъде да взема?
още на вратата на отделението ти казват, че трябва да възстановиш кръвта, която ти прелеят
никога не съм питала, какво се случва , ако не я възстановиш
не искам близките ми да даряват за мен, това е ,което ми е трудно да приема
затова купуваме винаги, парите изтриват донякъде вината, мисля, че ако не съм аз, ще е друг
бе мисля каквото мога, но кръв ми трябва, това е положението
Редактирано: 1 път. Последна промяна от: Lillian
КараКолю
19 Май 2018 09:19
Мнения: 1,299
От: Russian Federation
още на вратата на отделението ти казват, че трябва да възстановиш кръвта, която ти прелеят

Чувал съм за това нещо.
Но знам и друго - на мой съсед втора година му преливат безплатно по 6 или 7 банки всеки месец. В хематологията на плевенската болница. Отива, записват го в стационар и всеки ден му наливат. Безплатно, той е с около 600 лв пенсия. Разказвал ми е, че там има редовни 'клиенти' за тази процедура - един карал вече единадесета година.

По заглавието.
Ами, мисля, че има право. Така или иначе, търговията с органи процъфтява. (Някои търговци на органи стават дори министър председатели на демократични новосъздадени европейски държавици.) Така или иначе богатите са тези, които са облагодетелствани. Ако търговията се легализира, поне самият продавач, а не посредниците, ще получи голямата част от парите.

ПП. Не прочетох материала - не зная немски, пък ме домързя да го прекарам през гугъл.
Редактирано: 1 път. Последна промяна от: КараКолю
Асол
19 Май 2018 09:26
Мнения: 47,690
От: Bulgaria
не искам близките ми да даряват за мен, това е ,което ми е трудно да приема


Това за мен е повече от странно. Да видим дали правилно съм разбрала - не желаеш близките ти да даряват кръв, която ти е необходима, но нямаш нищо против да платиш на непознати за същото??? Признавам, че за първи път се сблъсквам с подобни разсъждения и ги намирам за изключително странни, както и предпочитам да не изразявам мнението си, как според мен това изглежда отстрани...
Mi_8_17
19 Май 2018 12:12
Мнения: 708
От: United States
желаеш близките ти да даряват кръв, която ти е необходима, но нямаш нищо против да платиш на непознати за същото??? 
За мен също е естествено да си плащам, ако имам тази възможност, вместо да товаря близките си. За друг може да не е естествено. Неисповедими са пътищата на разума и/или емоциите. Пък и всяка ситуация е, ако не уникална, поне различна.
Добави мнение   Мнения:113 Страница 1 от 6 1 2 3 Следваща »